Werte Kollegen,
Ich und meine Kollegen vom Hafen Rostock und Wismar konnten in den Nachrichten von eurem Kampf lesen und viele fühlen sich auch mit euch betroffen.
Auch bei uns in Rostock wurden Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld beim GHB gestrichen. Die Kurzarbeit führt zu empfindlichen Lohneinbußen. Azubis werden nach der befristeteten Übernahme rausgeschmissen.
Hiermit erkläre ich euch meine volle Solidarität mit eurem gerechten Widerstand, der auch unser ist. Wir Arbeiter haben die Krise nicht zu verschulden und keinen Grund, für die Fehler des Kapitalismus und den Profit seiner Nutznießer zu bluten!
Diese Solidaritätserklärung erhielten wir von einem Rostocker Kollegen, der uns darum bat, seinen Namen nicht zu veröffentlichen
Die folgende Solidaritätserklärung kommt von unseren Kollegen aus Rotterdam. Sie haben sie extra für uns in deutsch verfasst, dafür bedanken wir uns!
Liebe Kollegen der Häfen von Bremerhaven und Bremen
Solidarische Grüsse vom Komitee Solidaire Haven aus Rotterdam.
Wir haben erfahren von den frechen Pläne der Hafenlogistiker BGL, um die Löhne ein Drittel herabzusetzen von 13,41 nach 9 Euro pro Stunde … ‘um so Arbeitsplätze zu sichern’! Die HLafenunternehmer benutzen die Krise, um ihre alte Sparpläne duch zu setzen.
Ihr habt das gute Vorbild gegeben duch die Organisierung des Protest im ganzen Hafenbereich.
Wir haben bei unserer Versammlung von 6 Januar beschlossen diese Solidaritätserklärung zu schicken, weil wir im selbem Boot fahren. In Rotterdam haben die Häfenunternehmer im Januar 2009 die SHB (gleich wie eure GHB) in die Pleite gedrängt um den Weg frei zu machen für niedrig bezahlte und rechtlose Jobs und flexible Leiharbeit im Hafen.
Die Unternehmer im Containerumschlag wollen mit den neuen Tarifverträge den Zuschlag für Vollschichten angreifen und die Flexibilisierung ausweiten. Ihre Profitgier kennt keine Grenzen.
Dann ist es mal gut überall zu kämpfen gegen die scharfe Ausbeutung und einander zu unterstützen über Grenzen hinweg. Das ganze Ausbeutungssysteem hat uns gar nichts an zu bieten.
Die wichtigste Forderungen wofür wir kämpfen sind:
Alle entlassenen Kollegen, mit festen oder zeitlich begrenzten Verträgen, zurück in den Hafen.
Hafenarbeit nur mit unbefristeten Verträgen.
Gleicher Lohn für gleiche Arbeit.
Solidarische Grüsse vom Komitee Solidaire Haven aus Rotterdam.
Niels Keehnen
Bert Voogt
Von: Wolfgang Kurz <w.kurz@contterm.com>
An: komitee-wir-sind-der-ghb@web.de
Die contterm erklärt sich mit dem GHB Bremer- Hafen Solidarisch!
Wir hätten gerne ihren nächsten Aktionsplan der Demo am 14. 01. 2010.
Mit Freundlichen Gruß
Wolfgang Kurz
Wer Kämpft Kann Verlieren!
Wer Nicht Kämpft Hat Schon Verloren!